Wer ist die Commatis GmbH?
Die Commatis GmbH ist ein Unternehmen mit Sitz in Stockern 47, Österreich, das in den letzten Jahren vermehrt durch negative Schlagzeilen und zahlreiche Beschwerden im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Abo-Verträgen auf Datingseiten aufgefallen ist.
Laut Recherchen tritt die Commatis GmbH häufig als Betreiber von Erotik- und Datingportalen wie milf-friend.com, transendating.com und sexkiste.com auf.

Die Masche: Versteckte Abos auf dubiosen Plattformen
Viele Nutzer berichten, dass sie sich auf einer der genannten Plattformen registriert haben – oft in dem Glauben, einen kostenlosen Zugang zu erhalten. Doch kurz nach der Anmeldung erhalten sie Zahlungsaufforderungen, meist mit Verweis auf einen abgeschlossenen Abo-Vertrag.
Die Abbuchung erfolgt dann regelmäßig – trotz fehlender oder unklarer Information über die tatsächlichen Kosten.
Ungewolltes Abo und Vertragsdetails
Typischerweise handelt es sich hierbei um ein ungewolltes Abo. Die Commatis GmbH beruft sich dabei auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die angeblich bei der Registrierung akzeptiert wurden.
Doch viele Betroffeneberichten, dass die Informationen über die entstehenden Kosten entweder versteckt oder schwer verständlich formuliert waren. Eine Kündigung wird oft nicht akzeptiert oder bewusst erschwert.
Die Rolle von Jedermann Inkasso und Auer Witte Thiel
Wird eine Zahlung nicht geleistet, folgt schnell eine Mahnung – oft verschickt durch Jedermann Inkasso oder Auer Witte Thiel, zwei bekannte Inkasso-Unternehmen bzw. Rechtsanwälte, die regelmäßig Forderungen im Auftrag der Commatis GmbH geltend machen.
Auch die Kanzlei E-Commerce Kanzlei Günnewig ist in diesem Zusammenhang schon aufgetaucht.
Drohungen und Druck
In vielen Fällen wird massiv Druck aufgebaut. Die Forderungen enthalten Drohungen mit gerichtlichen Verfahren, einem negativen Schufa-Eintrag oder der Weitergabe an Dritte.
Manche Betroffene berichten sogar von mehreren hundert Euro, die sie zahlen sollten – obwohl sie nach eigener Aussage nie wissentlich einen kostenpflichtigen Vertragabgeschlossen haben.
Auffällige Verbindungen und beteiligte Unternehmen
Ein genauerer Blick zeigt, dass die Commatis GmbH offenbar in enger Verbindung zu anderen Firmen wie der Digitalpayment GmbH steht, die oft als Zahlungsdienstleister fungiert. Auch die Namen Christoph Pass und Stockern tauchen wiederholt im Impressum verschiedener Websites auf, die der Firma zugeordnet werden.
Warum Österreich?
Die Tatsache, dass sich der Sitz der Commatis GmbH in Österreich befindet, erschwert rechtliche Schritte für viele Verbraucher aus Deutschland. Dennoch gelten auch in grenzüberschreitenden Fällen Verbraucherschutzrechte.
Gerade im Kontext von Mahnungen, Inkasso und Mitgliedschaft gibt es rechtliche Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen.
Die betroffenen Plattformen
Folgende Seiten zum Thema Online-Daten sind besonders häufig in Verbindung mit der Commatis GmbH zu finden:
- milf-friend.com – Lockt mit angeblich kostenlosen Sex-Kontakten.
- transendating.com – Dating-Plattform mit Fokus auf Transgender-Beziehungen.
- sexkiste.com – Eine weitere Erotik-Plattform mit fragwürdigen Vertragsbedingungen.
Kündigung der Mitgliedschaft – eine Herausforderung
Ein zentrales Problem stellt die Kündigung dar. Häufig wird von Nutzern berichtet, dass Kündigungen von einem Abo ignoriert oder nicht bestätigt werden. Einige sagen sogar, dass nach der Kündigung weiterhin Abbuchungen vom Kontoerfolgten. Besonders kritisch ist, dass viele der angeblichen Verträge nicht ausreichend dokumentiert oder bestätigt sind.

Inkasso durch Rechtsanwälte
Die Forderungen werden meist mit anwaltlicher Unterstützung durchgesetzt. Rechtsanwälte wie Auer Witte Thiel oder Kanzleien mit Spezialisierung auf E-Commerce übernehmen die Kommunikation und versuchen, die Betroffenen zu Zahlungen zu bewegen.
Wer eine solche E-Mail erhält, sollte keinesfalls voreilig zahlen, sondern rechtliche Beratung einholen.
Welche Rechte haben Verbraucher?
Zunächst gilt: Ohne wirksamen Vertrag keine Zahlungspflicht. Wenn keine ausreichende Aufklärung über die Kosten stattgefunden hat oder ein Abo unter Vortäuschung falscher Tatsachen abgeschlossen wurde, sind die Forderungen nichtig.
Auch bei einer nicht akzeptierten Kündigung ist es wichtig, hartnäckig zu bleiben und gegebenenfalls einen Anwalteinzuschalten.

Hilfe für Betroffene
Wer betroffen ist, sollte folgende Schritte unternehmen:
- Sofort schriftlich kündigen – idealerweise per Mail und Einschreiben.
- Die E-Mail-Adresse und alle Kommunikationswege dokumentieren.
- Keine unüberlegten Zahlungen leisten.
- Einen Anwalt oder eine Verbraucherzentrale einschalten.
- Bei wiederholten Abbuchungen Rückbuchungen über die Bank veranlassen.
- Anzeige bei der Polizei prüfen – insbesondere bei Verdacht auf Betrug
Woran erkenne ich unseriöse Seiten?
Die betroffenen Datingportale sehen oft professionell aus, nutzen jedoch identische Strukturen.
Achten Sie auf folgende Punkte:
- Unklare oder fehlende Preisangaben
- Kein oder irreführendes Impressum
- Locktexte mit „kostenlos“ und „unverbindlich“
- Viele Fake-Profile oder Chatbots
- Sitz in Österreich oder anderen schwer erreichbaren Ländern
Kommunikation mit der Commatis GmbH – lohnt sich das?
Viele Betroffene berichten, dass sie auf eine Antwort der Commatis GmbH vergeblich warten. Selbst bei berechtigtem Widerspruch erfolgt häufig keine Reaktion.
Daher ist es sinnvoll, frühzeitig rechtliche Schritte zu prüfen und sich nicht auf lange Diskussionen einzulassen.

Fazit: Vorsicht bei der Commatis GmbH
Die Commatis GmbH steht exemplarisch für moderne ungewollte Abos im Internet. Sie agiert unter dem Deckmantel legaler Verträge, verschleiert jedoch systematisch Kosten und erschwert eine rechtzeitige Kündigung. Wer auf Plattformen wie transendating.com oder milf-friend.com stößt, sollte höchste Vorsicht walten lassen.
Abschließende Empfehlungen
Wenn Sie eine verdächtige Abbuchung oder Forderung erhalten haben:
- Prüfen Sie Ihre Nutzung und ggf. Mitgliedschaft der jeweiligen Plattform.
- Recherchieren Sie die betroffene Firma – z. B. die Commatis GmbH.
- Ziehen Sie die Einschaltung einer Kanzlei in Betracht.
- Informieren Sie sich bei Verbraucherschutzstellen über weitere Schritte.
Wichtig: Ihre Rechte kennen
Als Verbraucher haben Sie zahlreiche Schutzmechanismen – insbesondere gegenüber unseriösen Inkasso-Unternehmen, versteckten Abo-Verträgen und überzogenen Forderungen.
Bleiben Sie standhaft, dokumentieren Sie alles, und holen Sie sich Unterstützung.
Tipp: Bei wiederholten Vorfällen oder rechtlichen Problemen mit der Commatis GmbH, der Digitalpayment GmbH, oder den genannten Plattformen, empfehlen sich spezialisierte Rechtsanwälte oder Verbraucherseiten wie Inkassohilfe.de, die Erfahrung mit Inkasso, Datingportalen und Verbraucherschutz haben.