Einleitung: Schreiben vom Rechtsanwalt – was tun?
Viele Verbraucher berichten über Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, die sie von der Kanzlei RBS Kipke bzw. Rechtsanwalt Sebastian Kipke erhalten haben.
Meist geht es um angebliche Forderungen aus Premium-Mitgliedschaften bei Datingportalen wie etwa xdates18.com, reif6.com oder dates18.com. In vielen Fällen ist auch die Firma Webbilling AG als Zahlungsdienstleister genannt.
Doch wie sollten Betroffene mit solchen Schreiben umgehen? Was steckt hinter den Forderungen? Und wie kann man sich wehren?

Wer ist Sebastian Kipke?
Berufsbezeichnung, Kanzlei und Sitz
Sebastian Kipke ist ein Rechtsanwalt, der laut eigenen Angaben im Bereich Forderungseinzug tätig ist. Die Kanzlei firmiert unter dem Namen RBS Kipke, wobei „RBS“ möglicherweise für „Rechtsanwaltsbüro Sebastian“ steht.
Der Sitz der Kanzlei ist offenbar in Hamburg, auch wenn dies aus den Schreiben nicht immer eindeutig hervorgeht.
In den Mahnschreiben ist häufig von einem Auftrag zur Einziehung von Forderungen die Rede – meist im Namen von Internetdienstanbietern oder Betreibern von Datingseiten.
Webbilling AG: Der Zahlungsdienstleister im Fokus
Die Webbilling AG spielt eine zentrale Rolle in vielen Fällen. Sie wird in zahlreichen Schreiben als Vertragspartner oder Inkassostelle genannt.
Viele Nutzer berichten, nie bewusst einen kostenpflichtigen Auftrag über eine Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen zu haben – und doch erhalten sie plötzlich eine Zahlungsaufforderung vom Rechtsanwalt Sebastian Kipke.
Diese Forderungen betreffen häufig einen Betrag im Bereich zwischen 89 € und über 300 €, je nach angeblich gebuchter Mitgliedschaft und Laufzeit.
Aufbau und Inhalt der Schreiben
Die typischen Schreiben von RBS Kipke enthalten:
- Eine Mahnung mit kurzer Zahlungsfrist
- Verweis auf eine angebliche Registrierung auf Plattformen wie xdates18.com
- Eine genaue E-Mail-Adresse des Nutzers
- Forderung einer sofortigen Zahlung per Banküberweisung
- Hinweis auf rechtliche Schritte bei Nichtzahlung
Oft ist von einem „berechtigten Anspruch“ die Rede, gestützt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Datingportale.
Ist die Forderung von RBS Kipke rechtens?
Diese Frage beschäftigt viele Betroffene. Ein zentrales Problem: Häufig erinnern sich Nutzer nicht daran, jemals eine Premiummitgliedschaft abgeschlossen zu haben. Auch wird oft keine klare Nutzung des angeblichen Angebots nachgewiesen.
In der rechtlichen Bewertung gilt: Ohne eindeutigen Vertrag und bewusste Zustimmung ist ein Anspruch auf Zahlung zweifelhaft. Zudem sind Allgemeine Geschäftsbedingungen, die versteckte Kosten enthalten, oft unwirksam.
Erfahrungen mit Rechtsanwalt Sebastian Kipke
In Foren und Verbraucherportalen berichten viele Nutzer von negativen Erfahrungen mit Rechtsanwalt Sebastian Kipke. Immer wieder wird der Eindruck erweckt, dass es sich bei den Mahnschreiben um automatisierte Schreiben handelt, die massenhaft versendet werden. Auch Virabell Schuster, eine bekannte Rechtsanwältin im Bereich Verbraucherschutz, äußerte sich kritisch zu derartigen Angeboten.
Was tun bei einer Zahlungsaufforderung von RBS Kipke?
Hier ein konkreter Schritt-für-Schritt-Plan für Betroffene:
1) Nicht zahlen, ohne zu prüfen.
2) Schreiben prüfen: Absender, Forderung, Plattform.
3) Eigene Unterlagen durchsuchen: Wurde wirklich eine Mitgliedschaft abgeschlossen?
4) Bei Unsicherheit: Beratung durch Verbraucherzentrale oder erfahrenen Rechtsanwalt einholen.
5) Widerspruch formulieren, wenn Forderung unberechtigt erscheint.
6) Keine persönlichen Daten oder Passwörter preisgeben.
7) Bei Drohung mit Gericht: Nochmals rechtliche Beratung und Recht in Anspruch nehmen.
8) Anzeige bei der Polizei, wenn Verdacht auf Abzocke besteht.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zu RBS Kipke
Wie viel verdienen Rechtsanwälte pro Monat?
Das Einkommen schwankt stark – abhängig von Fachgebiet, Mandantenkreis und Region. Ein selbstständiger Rechtsanwalt kann zwischen 3.000 € und 10.000 € pro Monat verdienen.
Wie viel verdienen Rechtsanwälte netto?
Je nach Abzügen liegt das Nettoeinkommen bei etwa 60–70 % des Bruttogehalts. Bei hohem Umsatz bleibt netto oft weniger übrig als gedacht – je nach Betriebskosten.
Wie viel kosten Rechtsanwälte?
Die Kosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Ein einfaches Mahnschreiben vom Anwalt kann zwischen 50 € und 150 € kosten.
Kann ein Anwalt eine Mahnung schreiben?
Ja, ein Anwalt darf Mahnungen verschicken – dies zählt zur außergerichtlichen Vertretung. Wichtig ist, dass die Forderung tatsächlich besteht.
Wie oft muss man vor einem Anwalt mahnen?
Rechtlich ist eine Mahnung oft schon nach einmaligem Zahlungsverzug möglich. Ein zweites oder drittes Mahnschreiben ist nicht zwingend erforderlich.
Was kostet ein Mahnschreiben vom Anwalt?
Je nach Umfang und Betrag liegen die Kosten zwischen 50 € und 200 €. Bei höherem Streitwert oder Zusatzleistungen steigt die Gebühr.
Was passiert, wenn man die Rechnung vom Anwalt nicht bezahlt?
Dann kann der Rechtsanwalt Klage einreichen oder gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Bei unberechtigten Forderungen kann man jedoch erfolgreich Widerspruch einlegen.
Wer kontrolliert Rechtsanwälte?
In Deutschland sind Rechtsanwälte bei der jeweiligen Rechtsanwaltskammer zugelassen. Diese überwacht die Einhaltung des Berufsrechts.

Ruhe bewahren und prüfen
Die Fälle rund um RBS Kipke, Rechtsanwalt Sebastian Kipke und die Webbilling AG zeigen: Nicht jede Zahlungsaufforderung ist berechtigt. Verbraucher sollten genau prüfen, ob ein echter Auftrag vorliegt. Bei Zweifeln ist rechtliche Beratung ratsam.
Zahlreiche Nutzer berichten, nie wissentlich eine Mitgliedschaft bei einer Internetseite abgeschlossen zu haben. Ein Mahnschreiben vom Anwalt kann einschüchternd wirken – doch mit klarer Analyse und rechtlichem Wissen ist man nicht schutzlos.
Checkliste für Betroffene
- Schreiben prüfen – stammt es wirklich von einem Rechtsanwalt?
- Vertragliche Grundlage hinterfragen
- Allgemeine Geschäftsbedingungen überprüfen
- Hilfe und Beratung suchen – z. B. bei Verbraucherzentrale
- Keine Zahlung leisten, wenn Zweifel bestehen
- Schriftlich widersprechen
- Ruhe bewahren – nicht unter Druck setzen lassen

Hinweis zu den genannten Seiten
Die Plattformen xdates18.com, reif6.com oder dates18.com gelten als Datingportale, auf denen Nutzer häufig in ein ungewolltes Abo geraten. Die Betreiber und deren Angebote sollten genau hinterfragt werden.
Fazit: RBS Kipke
Ob RBS Kipke, Rechtsanwalt Sebastian Kipke, Webbilling AG oder die genannten Internetdienstanbieter – hinter vielen dieser Schreiben steckt eine komplexe Maschinerie und Unternehmen. Die Vertretung der Mandanten durch den Rechtsanwalt erfolgt scheinbar automatisiert und wirft rechtlich einige Fragen auf. Wer Post erhält, sollte informiert und entschlossen handeln.