Einleitung
Die Mediapool & Friends UG (haftungsbeschränkt) ist ein deutsches Unternehmen, das durch den Betrieb von Online-Dating-Portalen wie „Sexy Date“ und „Verbotenefrauen .com“ in den Fokus von Verbraucherschützern und Gerichten geraten ist.
Zahlreiche Betroffene berichten von unerwarteten Rechnungen, Mahnungen und Inkassoschreiben, obwohl sie sich keiner kostenpflichtigen Mitgliedschaft bewusst waren. Sie werden unter Druck gesetzt die Rechnung der Mediapool & Friends UG schnellstmöglich zu begleichen.
Dieser Artikel beleuchtet die Vorgehensweise der Mediapool & Friends UG, die rechtlichen Hintergründe und gibt Betroffenen Handlungsempfehlungen. Nutzen Sie den Service von Inkassohilfe.de, um bestmöglich beraten zu werden

Was ist die Mediapool & Friends UG?
Die Mediapool & Friends UG (haftungsbeschränkt) ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das verschiedene Online-Dating-Portale betreibt. Zu den bekanntesten gehören „SexyDate“ und „VerboteneFrauen.com“.
Das Geschäftsmodell basiert auf einer kostenlosen „Schnupperphase“ in einem Datingportal, um Frauen und Männer kennenzulernen. Nach deren Ablauf beginnt automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, sofern keine rechtzeitige Kündigung erfolgt.
Die monatlichen Kosten belaufen sich auf 44,44 €, bei einer Laufzeit von 24 Monaten ergibt sich eine Gesamtsumme von 1.066,56 € .
Die Rolle von Inkassounternehmen und Rechtsanwälten
Zahlen Betroffene die erhaltene Rechnung nicht, beauftragt die Mediapool & Friends UG Inkassounternehmen wie die Culpa Inkasso GmbH oder die CLAIM Rechtsanwalts GmbH (auch bekannt als INKASSOvonMORGEN .de) mit dem Forderungseinzug. Diese versenden Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, in denen teilweise mit rechtlichen Konsequenzen und SCHUFA-Einträgen gedroht wird .
Verwendung von Kundenfotos auf Rechnungen
Ein besonders umstrittenes Vorgehen der Mediapool & Friends UG ist die Verwendung von Kundenfotos von hochgeladenen Fotographien oder Videos auf Rechnungen und Mahnschreiben.
Das Landgericht Leipzig hat dieses Vorgehen als rechtswidrig eingestuft und dem Unternehmen untersagt, Fotos der Betroffenen ohne deren ausdrückliche Zustimmung zu verwenden .
Beschwerden und rechtliche Schritte
Im Jahr 2021 gingen über 700 Beschwerden von Verbrauchern über die Mediapool & Friends UG bei den Verbraucherzentralen ein. Hauptkritikpunkte waren untergeschobene Verträge und Probleme mit Rechnungen und Inkassoforderungen .
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat daraufhin Klage gegen das Unternehmen eingereicht und in mehreren Punkten Recht erhalten.
Minderjährige als Zielgruppe der Mediapool & Friends UG?
Besonders problematisch ist, dass auch Minderjährige Rechnungen von der Mediapool & Friends UG erhalten haben.
Da Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig sind, bedarf es der Zustimmung der Erziehungsberechtigten für rechtsgültige Verträge. Liegt diese nicht vor, sind solche Verträge schwebend unwirksam .

Handlungsempfehlungen für Betroffene
1) Keine voreilige Zahlung: Zahlen Sie nicht sofort, sondern prüfen Sie die Forderung genau.
2) Widerruf und Kündigung: Nutzen Sie Ihr Widerrufsrecht und kündigen Sie die Mitgliedschaft schriftlich.
3) Rechtsberatung einholen: Konsultieren Sie einen Rechtsanwalt, um Ihre Rechte zu wahren.
4) Verbraucherzentrale kontaktieren: Die Verbraucherzentralen bieten Unterstützung und Beratung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Mediapool & Friends UG
Was ist die Mediapool & Friends UG?
Die Mediapool & Friends UG ist ein deutsches Unternehmen, das Online-Dating-Portale wie „Sexy Date“ und „VerboteneFrauen.com“ betreibt.
Das Geschäftsmodell basiert auf einer kostenlosen „Schnupperphase“, nach deren Ablauf automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft beginnt, sofern keine rechtzeitige Kündigung erfolgt.
Was passiert, wenn man die Rechnung vom Anwalt nicht bezahlt?
Zahlen Betroffene die erhaltene Rechnung nicht, beauftragt die Mediapool & Friends UG Inkassounternehmen oder Rechtsanwälte mit dem Forderungseinzug.
Diese versenden Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, in denen teilweise mit rechtlichen Konsequenzen und SCHUFA-Einträgen gedroht wird.
Es ist wichtig, die Forderung genau zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
Wie kann ich mich gegen unberechtigte Forderungen wehren?
Wenn Sie der Meinung sind, dass die Forderung unberechtigt ist, sollten Sie:
1) Den Vertragsschluss schriftlich bestreiten (per E-Mail oder Einschrieben)
2) Vorsorglich den Vertrag widerrufen und kündigen.
3) Die Verbraucherzentrale kontaktieren oder rechtliche Beratung in Anspruch nehmen.

Sind die Forderungen der Mediapool & Friends UG rechtlich durchsetzbar?
In vielen Fällen sind die Forderungen rechtlich umstritten. Gerichte haben bereits entschieden, dass bestimmte Praktiken der Mediapool & Friends UG rechtswidrig sind, wie z.B. die Verwendung von Kundenfotos auf Rechnungen.
Es ist jedoch wichtig, jede Forderung individuell zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten.
Was sollte ich tun, wenn ich minderjährig bin und eine Rechnung erhalten habe?
Da Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig sind, bedarf es der Zustimmung der Erziehungsberechtigten für rechtsgültige Verträge. Liegt diese nicht vor, sind solche Verträge schwebend unwirksam.
Es ist ratsam, den Vertragsschluss schriftlich zu bestreiten und rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Fazit: Mediapool & Friends UG – Ein Fall für die Verbraucherschützer
Die Auseinandersetzung mit der Mediapool & Friends UG zeigt eindrücklich, wie sensibel und kritisch der Bereich Online-Dating und kostenpflichtige Mitgliedschaften auf Datingportalen zu bewerten ist – insbesondere dann, wenn Nutzerinnen und Nutzer durch versteckte Vertragsbedingungen, missverständliche Anmeldeseiten und automatische Vertragsverlängerungen überrascht werden.
Das Unternehmen nutzt Methoden, die nicht nur juristisch strittig, sondern auch verbraucherunfreundlich sind: Dazu zählt etwa der automatisierte Übergang von der vermeintlich kostenlosen „Schnupperphase“ zur langfristigen kostenpflichtigen Mitgliedschaft – ohne klare Hinweise auf eine drohende Rechnung.
Auch die Verwendung von Profilfotos auf Mahnschreiben und Rechnungen stellt einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen dar und wurde bereits gerichtlich untersagt.
Besondere Angaben für die Kundschaft
Besonders problematisch ist, dass nicht nur volljährige Nutzer betroffen sind: Auch Minderjährige gerieten in die Fänge der Mediapool & Friends UG, obwohl ihnen Verträge dieser Art rechtlich kaum zugemutet werden können. Hinzu kommt der Einsatz von Inkassounternehmen wie der Culpa Inkasso GmbH oder der CLAIM Rechtsanwalts GmbH, die zum Teil mit Druck, drohenden Konsequenzen, SMS-Nachrichten und standardisierten Zahlungsaufforderungen in Namen ihres Mandanten arbeiten. Dies kann bei den Betroffenen nicht nur zu Unsicherheit führen, sondern auch zu finanziellen Schäden.
Viele Nutzer*innen fühlen sich in ihrer Existenz bedroht, weil sie plötzlich mit einer Forderung in Höhe von mehr als 1.000 € konfrontiert werden – obwohl sie sich nur auf einer Datingseite registriert oder während der Schnupperphaseeinmal ein Profilfoto hochgeladen haben. Dass solche Rechnungen der Mediapool Friends oft mit juristischen Begriffen und Formulierungen gespickt sind, macht es Laien schwer, zwischen berechtigtem Anspruch und bloßem Druckmittel zu unterscheiden.
Was Sie noch beachten müssen
Der Fall zeigt: Wer im Internet eine Online-Dating-Plattform nutzt, muss besonders aufmerksam sein. Homepage, AGB, Vertragslaufzeiten, Widerrufsfristen, sowie Informationen zu Kosten sollten vor der Anmeldung immer genau geprüft werden. Vor allem aber ist klar: Verbraucherschutzorganisationen wie die Verbraucherzentrale, Gerichte und Rechtsanwälte müssen weiterhin konsequent gegen solche Methoden vorgehen, um Nutzerrechte im digitalen Raum zu stärken und juristisch zweifelhafte Maschen zu unterbinden.
Für alle Kunden gilt: Nicht einschüchtern lassen. Nicht vorschnell zahlen. Hilfe holen. Gerade bei Unternehmen wie der Mediapool & Friends UG, deren Geschäftsmodell offensichtlich auf intransparente Strukturen und psychologischen Druck setzt, lohnt sich der Widerstand – notfalls bis vor Gericht.
Empfehlung: Wer Post von der Mediapool & Friends UG, von Culpa Inkasso, CLAIM Rechtsanwälte oder anderen Inkassodienstleistern erhält, sollte:
- Überprüfen Sie den Rechnungsempfänger
- den Vertragsschluss bestreiten,
- die Mitgliedschaft widerrufen und kündigen,
- und sich an die Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt wenden.
- Nutzen Sie den Service von Inkassohilfe.de, um schnellstmöglich beraten zu werden
So lassen sich unrechtmäßige Forderungen, unnötige Mahnkosten und eine belastende Klage etwas abwenden. Der Weg zu einer rechtssicheren und fairen Nutzung von Singlebörsen ist noch weit – aber nicht aussichtslos. Von Haus aus sollten auf der Seite Mitgliedsbeiträge, die Nutzung der IP-Adressen sowie der Sitz und Kontakt zu dem Betreiber offen deklariert werden. Oftmals ist hier aber immer noch ausschließlich Werbung für das Internetportal zu finden.